"Jugend trifft Streuobst - Äpfel, mal nicht aus dem Supermarkt"

Jugendsozialarbeit (JaS) mit BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) in die Zukunft

 

Schon im Frühjahr 2021 stellte die Jugendsozialarbeit an der Heinrich-Thein-Schule in Trägerschaft des BRK Kreisverbands Haßberge einen Antrag auf Förderung des Projektes bei der Regierung von Unterfranken. Nachdem wir die Genehmigung von der Regierung erhalten haben, konnte die Terminierung der einzelnen Arbeitseinsätze durch Frau Alexandra Blesch (Klassenleiterin BVJ) und Herrn Tim Burkard (JaS) festgelegt werden. 

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Gemeinsam mit SchülerInnen des schulischen Berufsvorbereitungsjahres Wirtschaft wurde das Projekt über mehrere Wochen im Oktober 2021 durchgeführt. Am Anfang stand eine theoretische Einführung durch den Geschäftsführer des Naturparks Haßberge Herrn Bandorf auf dem Programm. Er kam in die Schule und erzählte viele interessante Details über die Aufgaben des Naturparkes und die landschaftlichen Gegebenheiten in der Region. Die SchülerInnen konnten ihr Wissen durch Fragen bereichern, zudem bekamen sie eine Vorstellung zu den einzelnen Arbeitseinsätzen während des Projektes. 

 

 Unser erster Tag an der Streuobstwiese war der Apfelernte gewidmet. Wir hatten die Erlaubnis der Unteren Naturschutzbehörde, an vier Bäumen der Baumallee, die entlang des Langenbachs führt, zu ernten. Die SchülerInnen waren mit viel Eifer dabei, zwischenzeitlich erklärte uns Herr Seufert (Kooperationspartner) so Einiges rund um den Apfel. In der Mittagspause wurde eine Apfelverkostung mit zehn verschiedenen Streuobst-Apfelsorten durchgeführt, so konnten die SchülerInnen die unterschiedlichen Geschmacksrichtungen alter Sorten kennenlernen.

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Am nächsten Tag verarbeiteten wir in der Schule die geernteten Äpfel zu unterschiedlichen Produkten. In der Schulküche wurden Muffins, Apfelkuchen und Apfel Crumble hergestellt. Zeitgleich konnten ein Teil der SchülerInnen Äpfel zu Apfelsaft mithilfe eines Musers und einer Apfelpresse verarbeiten. Insgesamt erhielten wir 50 Liter vom köstlichen Apfelsaft, den wir an die SchülerInnen verteilten.

 

Der zweite Tag an der Streuobstwiese sollte der Baumpflege dienen. Auf einem verwilderten Grundstück der Stadt Haßfurt oberhalb der Baumallee wurde der Pflegeschnitt an geeigneten Bäumen durchgeführt. Bevor es losging lernten die SchülerInnen unterschiedliche Werkzeuge, die bei der Arbeit hilfreich sind, kennen. Darunter befanden sich Astscheren und Baumsägen in verschiedensten Größen. Der Baumschnitt ist für die Gesundheit und die Pflege der Bäume und den daraus resultierenden Obstertrag sehr wichtig. Durch das Ausdünnen des Geästes kann der Baum das vorhandene Obst besser mit Nährstoffen versorgen, was sich bei der Qualität der Früchte zeigt. 

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Am dritten und letzten Tag an der Streuobstwiese sollten neue Bäumchen gepflanzt werden. Hierfür haben die SchülerInnen Pflanzlöcher mit Harken, Spaten und Schaufeln ausgehoben, was mitunter ein schwieriges Unterfangen war. Die SchülerInnen erhielten tatkräftige Unterstützung von der Koordinatorin „Jugendsozialarbeit – mit BNE in die Zukunft“ Frau Jessica Schleinkofer, die extra aus Neumarkt in der Oberpfalz angereist war. Die neuen Bäumchen wurden eingesetzt und mit Mutterboden und dem Naturboden bedeckt. Im Anschluss wurden jeweils zwei Kanthölzer mit einer Pfahlramme in den Boden getrieben. Diese konnten nun mit einem kleinen Kantholz verbunden werden, um das Bäumchen daran festzubinden. Zum Abschluss wurden die Bäumchen zum Schutz vor Wildverbiss mit einem Maschendrahtzaun ummantelt.

Als letzte Outdoor-Aktion unseres gemeinsamen Projektes trafen wir uns gemeinsam mit unseren KooperationspartnerInnen zu einer abschließenden Exkursion durch den Naturpark Haßberge. Herr Bandorf (Naturpark Hassberge) führte uns über den Abt-Degen-Weg durch die Weinberge, an alten Steinbrüchen vorbei zur Ruine Schmachtenberg. Hier erzählte er uns nochmals viele interessante Dinge über die Kulturlandschaft vor Ort. 

Als Abschluss fand noch ein letztes Treffen mit Herrn Bandorf in der Schule statt, wobei das Projekt mit den SchülerInnen gemeinsam ausgewertet wurde. Viele von ihnen konnten neue Erfahrungen sammeln und hatten viel Spaß am gemeinsamen Tun. Vielleicht wird ja in Zukunft aus der Einen oder dem Anderen noch eine StreuobstlandwirtIn oder LandschaftspflegerIn.   

Das Projekt wurde begleitet durch die Evangelische Jugendsozialarbeit Bayern e.V., die unterschiedlichste Projekte zwischen JaS und BNE unterstützt. Als Kooperationspartner aus dem Bereich Bildung für nachhaltige Entwicklung konnte der Naturpark Hassberge gewonnen werden. Zusätzlich engagierten wir Herrn Lothar Seufert, einen geprüften Natur- und Landschaftspfleger und zertifizierten Bio-Streuobst-Landwirt als Honorarkraft für das Projekt. Finanziert wurde das Projekt durch das Umweltschutzministerium und dem Freundeskreis der Heinrich-Thein-Schule Haßfurt. Es ist Teil des Projektes „Jugendsozialarbeit – mit Bildung für nachhaltige Entwicklung in die Zukunft“ und wird vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz gefördert.  

 

Bilder und Artikel: Tim Burkard (JAS-Team an der Heinrich-Thein-Schule)    

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